Scheinkraft – Ausgetanzt

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Beschreibung

Schon als die limitierte Debüt-EP „TRAUMZERSTÖRER“ der Elektro-Formation „SCHEINKRAFT“ auf den Markt kam, war der Kurs klar. Mit ihrem treibenden Elektro-Sound haben sich Frontmann, Texter und Sänger Matthias Klose sowie Adrian Wawrzinek als Komponist, musikalisches Hirn und Elektronik-Musik-Profi bereits ihren eigenen und unverwechselbaren Stil geschaffen. Und das, obwohl das Duo solche Acts wie Depeche Mode, And One, Nine Inch Nails oder auch Rammstein als Quellen ihrer musikalischen Inspiration angeben. Es folgten Live-Auftritte mit der „Traumzerstörer“, die auf der Bühne durch neue Songs wie „Willkommen in der Ewigkeit“ ergänzt wurden. Die äußerst positiven Reaktionen sowohl des Publikums als auch des Rundfunks ermutigten zum Weitermachen. Insbesondere die Hymne „Abschied“ wurde von diversen Radio-Stationen gern gespielt und sogar auf dem Szene-Sampler der Zeitschrift „Orkus“ einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Weitere Sampler-Kopplungen von Scheinkraft-Songs folgten.

Aber gerade nach so einem gelungenen Erstlingswerk ist es bekanntermaßen besonders schwer, die gehobenen Erwartungen zu befriedigen. Schon die „Traumzerstörer“ war durch eine gelungene Symbiose aus Elektronik und harten Gitarrenriffs geprägt. War letzteres ein Baustein, der erst in der Studioproduktion vom Scheinkraft-Produzenten Matthias Müller beigesteuert wurde, nahmen Klose und Wawrzinek einen Gitarristen für die Live-Auftritte z.B. bei der 4. Auflage des „Baggerlove“-Musikfestivals ins Boot. Mit Christian Mühle war nun ab sofort nicht nur ein Gitarrist an Bord, sondern gleichermaßen ein weiterer Songschreiber. Gemeinsam arbeitete die Dreier-Besetzung nun an ihrem ersten Longplayer.

Nachdem die 10 Songs für das Album mit dem viel sagenden Titel „Ausgetanzt“ als Demos feststanden, wurden Pläne für die Produktion geschmiedet. Scheinkraft arbeiteten dazu mit verschiedenen Produzenten zusammen. Sie bezeichnen dies selbst als „experimentellen Ausflug“ und kamen für die Endproduktion erneut zu ihrem langjährigen Produzenten-Partner Matthias Müller zurück, der schon für die Produktion der „Traumzerstörer“ und des Scheinkraft-Vorgängerprojektes „EnoStar – Es ist soweit“ (zur Jahrtausendwende erschienen) verantwortlich zeichnete. In den erst kürzlich errichteten SUNROCK Studios in Brehme (Eichsfeld) wurden also die finalen Tracks unter dem für Elektro-Produktionen eher untypischen Einsatz von zahlreichem Analog-Equipment aufgenommen und produziert.

Der kraftvolle und eben Scheinkraft-typische Sound lässt immer genügend Platz für die eindringliche und überaus vielseitige Stimme des Sängers Matthias Klose. Und dies ist für den für eine deutsche Elektro-Produktion ungewöhnlich facettenreichen Sprachgebrauch der Songs essentiell. Neben Club-Brettern wie „Wortmacht“, „Du sagst“ oder „Ausgetanzt“ malen Scheinkraft mit Songs wie „Sonne aus Stahl“ oder „Willkommen in der Ewigkeit“ klare und kritische Statements in die oft auf düstere Effekthascherei aufgebaute deutsche Wave- und Elektrolandschaft. Und mit der Ballade „Engel“ wagen sie einen Ausflug in Indie-Rock-Soundgefilde, ohne ihre Identität zu verlieren. Bei einem derart gelungenen Longplayer bleibt nur zu hoffen, dass Scheinkraft den Titel „Ausgetanzt“ für die eigene zukünftige Arbeit nicht wörtlich nehmen. Denn tanzbar ist die Scheibe auf jeden Fall!


Tracklisting:

  1. Wortmacht 04:43
  2. Du sagst 03:53
  3. Reich mir deine Hand 03:00
  4. Willkommen in der Ewigkeit 03:00
  5. Letzter Richter 04:08
  6. Quäl mich nicht 03:31
  7. Rotstiftbrigade 03:38
  8. Sonne aus Stahl 05:02
  9. Engel 04:00
  10. Ausgetanzt 03:23